Start Nicht kategorisiert Beton-Mischungsrechner – Zement, Sand, Kies, Wasser für C20/25, C25/30, C30/37

Beton-Mischungsrechner – Zement, Sand, Kies, Wasser für C20/25, C25/30, C30/37

Eingabe

Mindestzementgehalt und max. w/z-Wert nach DIN EN 206 Tabelle F.1 (X0/XC1).
Ausbreitmass nach DIN EN 12350-5. Hoehere Konsistenz benoetigt mehr Wasser.

Ergebnis

Beton-Volumen
Zement (kg)
Saecke Zement (25 kg)
Sand 0/4 mm (kg)
Sand Bestellung
Kies 4/16 mm (kg)
Kies Bestellung
Wasser (Liter)
w/z-Wert (Wasser/Zement)
Volumenverhaeltnis Z : S : K
Erweiterte Einstellungen
+0 bis +50 kg/m³ ueber DIN-Mindestwert (Erfahrungswerte fuer Sichtbeton, Frostbestaendigkeit). Standard 1,5% ohne Luftporenbildner. Frostbeton mit LP: 4–6%. Quarzkies/Sand 2600–2700 kg/m³. Leichtzuschlag/Bims tiefer (nicht im Standardbeton). 38% Sand : 62% Kies entspricht typischer AB-Sieblinie 0/16 (DIN 1045-2). Bei groeberem Korn 35%, bei feinerem 42%. Volumenaufschlag fuer Verluste, Verdichtung im Frischzustand, Schalungsuebermass.
Mischungs-Tabelle und Klassen-Uebersicht

Standardrezeptur pro m³ Beton (CEM II 32,5R, F3 weich, AB-Sieblinie 0/16)

KlasseZement (kg)Sand 0/4 (kg)Kies 4/16 (kg)Wasser (L)w/z
C12/1526072011801700,65
C16/2028071811701750,63
C20/2530071411661800,60
C25/3032071011601850,58
C30/3735070311471850,53

DIN EN 206 Tabelle F.1 — Mindestzementgehalt fuer X0/XC1 (Innenraum, trocken). Fuer XC2–XC4 (Aussen, feucht/wechselfeucht): Zementgehalt +20 kg/m³, w/z max 0,55–0,60.

Volumenverhaeltnis Z : S : K (Eimer-Mischen)

KlasseZ : S : K (Volumen)Anwendung
C12/151 : 4 : 6Magerbeton, Sauberkeitsschicht
C16/201 : 3,5 : 5,5einfaches Fundament
C20/251 : 3 : 5Streifenfundament unbewehrt
C25/301 : 2 : 3Bodenplatte, bewehrt
C30/371 : 1,5 : 2,5tragende Bauteile

Volumen mit Schaufel/Eimer (10 L). Wasser separat zugeben bis Konsistenz F2–F3 (plastisch–weich). Zement ρ_lose ~1400 kg/m³, Sand ~1500 kg/m³, Kies ~1500 kg/m³ — daher liegt die kg-Aufteilung anders als die Eimer-Aufteilung.

Wassergehalt nach Konsistenzklasse

KlasseWasser (L/m³)Ausbreitmass (mm)Anwendung
F1 steif160≤340Stampfbeton, Hangsicherung
F2 plastisch175350–410Streifenfundament
F3 weich185420–480Bodenplatte, Wand (Standard)
F4 sehr weich200490–550bewehrte Decken
F5 fliessfaehig210560–620selbstverdichtend
Kostenschaetzung (optional)
Richtwerte DACH 2026: Zement 5–8 EUR/Sack, Sand 0/4 lose 35–55 EUR/t, Kies 4/16 lose 40–60 EUR/t. Big-Bag 1 t Sand/Kies typ. 80–140 EUR. Lieferung extra.

Beton mischen — Mischverhältnis und Bedarf pro Kubikmeter

Wer Beton selber mischt, braucht drei Mengen pro Kubikmeter Frischbeton: Zement (240–360 kg), Zuschlag aus Sand 0/4 mm und Kies 4/16 mm (zusammen ca. 1800–1950 kg) sowie Wasser (160–210 L). Die Aufteilung folgt nach DIN EN 206 / DIN 1045-2 der Festigkeitsklasse und Konsistenzklasse — nicht einem starren Mischverhältnis. Für die Volumen-Berechnung des Bauteils, das Sie betonieren, nutzen Sie den Streifenfundament-Rechner, den Bodenplatten-Rechner oder den Punktfundament-Rechner und übergeben das Ergebnis in m³ hier oben.

Standardrezeptur pro Klasse (CEM II/B 32,5R, Konsistenz F3 weich, AB-Sieblinie 0/16)

Klasse Zement (kg/m³) Sand 0/4 (kg/m³) Kies 4/16 (kg/m³) Wasser (L/m³) w/z max
C12/15 Magerbeton 260 720 1180 170 0,75
C16/20 280 720 1170 175 0,70
C20/25 300 715 1165 180 0,65
C25/30 Standard 320 702 1145 185 0,60
C30/37 tragend 350 693 1130 185 0,55

Werte gelten für Innenraum-Expositionsklasse X0/XC1. Bei Außenbauteilen (XC2–XC4, XF1) Zement +20 kg/m³ und w/z auf max. 0,55–0,60 begrenzen.

w/z-Wert: warum mehr Wasser die Festigkeit zerstört

Der w/z-Wert ist das Massen-Verhältnis Wasser zu Zement. Er bestimmt die Festigkeit nach Walz-Erhärtungsformel: niedriger w/z = höhere Festigkeit, schwerere Verarbeitung. Faustregel: jede 0,05-Erhöhung über dem Soll-w/z (z. B. 0,60 → 0,65 für C25/30) senkt die Druckfestigkeit um etwa 15–20 %. Aus Beton C25/30 wird so C20/25 oder schlechter — bei tragenden Bauteilen kritisch. Wer Beton mischen will, gibt Wasser nur bis zur gewählten Konsistenzklasse zu, nicht „nach Gefühl“.

Konsistenzklassen F1–F5 (Ausbreitmaß nach DIN EN 12350-5)

F1 steif (≤340 mm)
Stampfbeton, Hangsicherung, sehr trockene Mischung. Wasser ca. 160 L/m³.
F2 plastisch (350–410 mm)
Streifenfundament, einfache unbewehrte Bauteile. Mit Schaufel verarbeitbar. Wasser ca. 175 L/m³. Volumen-Vorermittlung im Streifenfundament-Rechner.
F3 weich (420–480 mm) — Standard
Bodenplatte, Wand, normaler bewehrter Beton. Geht in normale Schalung mit Stochereisen. Wasser ca. 185 L/m³. Bauteilvolumen für Bodenplatten im Bodenplatten-Rechner.
F4 sehr weich (490–550 mm)
Bewehrte Decken, dichte Bewehrung. Verarbeitung mit Innenrüttler. Wasser ca. 200 L/m³.
F5 fließfähig (560–620 mm)
Selbstverdichtende Bereiche, sehr enge Bewehrung. Wasser ca. 210 L/m³ — bei C25/30 mit 320 kg Zement ergibt das w/z = 0,66 und damit unzulässig hoch. Lösung: Zement auf 350 kg/m³ erhöhen oder Fließmittel statt Wasser einsetzen.

Worked example: Streifenfundament 2 m³ C25/30 F3 mit CEM II 32,5R

Geometrie 5 m × 0,40 m × 0,80 m = 1,6 m³ + 25 % Reserve für Schalungsübermaß und Verluste = ~2 m³ (Querschnitt und Volumen vorab im Streifenfundament-Rechner ermittelt).

  • Zement: 320 × 2 = 640 kg → 26 Säcke à 25 kg
  • Sand 0/4: 702 × 2 = 1404 kg → 2 Big-Bags 1 t (oder 57 Säcke 25 kg)
  • Kies 4/16: 1145 × 2 = 2290 kg → 3 Big-Bags 1 t
  • Wasser: 185 × 2 = 370 L
  • w/z: 185 / 320 = 0,58 ≤ 0,60 ✓ (norm-konform)

Materialkosten 2026 in DACH (Richtwerte): Zement ~6 EUR/Sack × 26 = 156 EUR; Sand 40 EUR/t × 1,4 = 56 EUR; Kies 45 EUR/t × 2,3 = 104 EUR. Gesamt ohne Lieferung etwa 316 EUR. Transportbeton aus dem Werk kostet für 2 m³ C25/30 ca. 240–340 EUR inkl. Anfahrt — Beton mischen lohnt sich finanziell erst ab kleineren Volumen oder bei schwer zugänglichen Baustellen ohne Mischer-LKW-Zufahrt.

Volumenverhältnis Z:S:K für Eimer-Mischen

Wer ohne Waage mischt, nutzt das Volumenverhältnis mit gleich großen Eimern (10 L oder Schaufel) — dieses Mischverhältnis ist die Werkstatt-Variante zur kg-Rezeptur:

  • C12/15 Magerbeton: 1 : 4 : 6 (1 Eimer Zement, 4 Eimer Sand, 6 Eimer Kies)
  • C20/25: 1 : 3 : 5
  • C25/30: 1 : 2 : 3
  • C30/37: 1 : 1,5 : 2,5

Die Volumen-Aufteilung weicht von der kg-Aufteilung ab, weil Schüttdichten unterschiedlich sind: Zement lose ca. 1400 kg/m³, Sand ca. 1500 kg/m³, Kies ca. 1500 kg/m³. 1 Sack 25 kg Zement entspricht etwa 18 L Volumen — daraus lässt sich die Eimer-Menge für eine Zement-Sack-Mischung ableiten. Für Punktfundamente unter Pfosten oder Stützen liefert der Punktfundament-Rechner das benötigte Einzelvolumen, das pro Position mit dem hier ermittelten Mischverhältnis abgedeckt wird.

Häufige Fehler beim Selber-Mischen

  1. Zu viel Wasser. Häufigster Fehler. Beton ist scheinbar „besser zu verarbeiten“, verliert aber 20–30 % Festigkeit. Wasser strikt nach Konsistenzklasse, nicht nach Augenmaß.
  2. Falsche Zement-Sorte. CEM I 52,5R für Magerbeton ist Verschwendung und bindet zu schnell ab. CEM II 32,5R ist Standard für Hochbau. CEM III für Wasser- oder Massenbeton.
  3. Zu feiner Sand. Sand 0/2 statt 0/4 hat mehr Oberfläche → mehr Wasser nötig → niedrigerer w/z möglich. Für Beton immer Sand 0/4 oder 0/8.
  4. Kies zu groß. Größtkorn muss kleiner als ¼ des Querschnitts und kleiner als der Bewehrungsabstand minus 5 mm sein. Für Streifenfundament 30 cm Breite mit Bewehrung Ø10/15 cm: Kies max 16 mm.
  5. Trockenbeton-Säcke (40 kg Quick-Mix) für große Mengen. Ein 40-kg-Sack ergibt nur etwa 20 L Frischbeton. Streifenfundament 2 m³ = 100 Säcke à ~5 EUR = 500 EUR. Selber mischen kostet etwa 60 % davon — ab 1 m³ wirtschaftlich.

Trockenbeton-Sack vs. selber mischen — Entscheidungshilfe

Trockenbeton ist sinnvoll bei kleinen Volumen (Pfostenfundamente einzeln, < 0,3 m³ pro Position), bei schwerem Zugang (Innenhof ohne Mischer-Zufahrt) und bei Sicherheitsanforderungen (CE-zertifizierte Festigkeit ohne Eigenmessung). Selber mischen lohnt sich ab 1 m³, bei eigenem Mischer und wenn Sand und Kies sowieso für andere Arbeiten geliefert werden. Ab 5 m³ ist Transportbeton aus dem Werk meist günstiger und garantiert die Festigkeitsklasse über Werkprüfung — der Eigenmischer kann das nur durch Würfelprüfung in Eigenregie nachweisen.