Eingabe
Erweiterte Einstellungen
Ergebnis
Bewehrungs-Aufschlüsselung
| Position | Wert |
|---|---|
| Mattenformat | — |
| Mattenfläche pro Stück | — |
| Verschnittfaktor (durch Überlappung) | — |
| Mattenfläche brutto pro Lage | — |
| Stk Matten pro Lage | — |
| Lagen | — |
| Stahlmasse pro m² (Q-Matte) | — |
| Stahlmasse gesamt | — |
Q-Matten-Massen aus DIN 488-2. Tatsächliche Stückzahl pro Lage hängt vom Verlegeplan und Plattengeometrie ab; bei sehr unregelmässigen Grundrissen 1–2 Matten extra einplanen.
Kostenschätzung (optional)
Was dieser Rechner leistet
Die meisten Bodenplatten-Rechner geben nur das Beton-Volumen aus. Hier kommen Q-Matten-Stückzahl, Stahlmasse in kg, Übermass über die Aussenkante und die Überlappung nach DIN 1045-1 dazu – also alle Mengen, die der Disponent vor der Bestellung sehen muss. Für Streifen unter aufgehenden Wänden ist statt der Plattengründung der Streifenfundament-Rechner zuständig, für punktuelle Säulen- oder Pfostenlasten der Punktfundament-Rechner.
Q-Matten nach DIN 488-2
Bewehrungsmatten werden nach Querschnittsfläche (cm²/m) klassifiziert. Die Stahlmasse ergibt sich aus Stab-Durchmesser und Maschenweite:
| Matte | As (cm²/m) | Stab-⌀ (mm) | Masse (kg/m²) | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|---|
| Q188 | 1,88 | 6 / 6 | 3,02 | Schwach belastete Platten, Anbauten |
| Q257 | 2,57 | 7 / 7 | 4,04 | Standard EFH-Bodenplatte |
| Q335 | 3,35 | 8 / 8 | 5,26 | Mittlere Lasten, Doppelhaus |
| Q513 | 5,13 | 8 / 8 | 8,06 | Hohe Lasten, WU-Beton, Mehrgeschosser |
Lieferschein-Aufschlag: Die Tabellenwerte folgen der DIN 488-2 (nominale As · 7,85 g/cm³). Auf dem realen Lieferschein liegen die Massen wegen Schweissknubben und Endüberständen meist +1–2 % höher. Bei der Bestellung empfiehlt sich daher ein +5 % Aufschlag auf die berechnete Stückzahl, um Verschnitt und Knotenbleche abzudecken.
Ein-lagig oder zwei-lagig
- 1-lagig (untere Lage)
- Standardlösung für Einfamilienhäuser bis zwei Vollgeschosse + Dach, Plattendicke 18–25 cm. Eine Q-Mattenlage liegt mit 4–5 cm Betondeckung auf Abstandhaltern, die Druckzone arbeitet im ungerissenen Beton.
- 2-lagig (untere + obere Lage)
- Erforderlich bei grossen Stützweiten, Punktlasten, ungünstigem Baugrund oder wenn die Bodenplatte als WU-Konstruktion (weisse Wanne) ohne separate Abdichtung dient. Die Stahlmenge verdoppelt sich, zusätzlich werden Distanzstäbe oder Korbabstandhalter benötigt.
Übermass und Sauberkeitsschicht
Die Bodenplatte wird in der Praxis 10 cm pro Seite über die Aussenkante des aufgehenden Mauerwerks geführt. Das schützt das Wandanschluss-Detail und gibt Toleranz für die Schalung. Bei sehr genauer Schalung sind 5 cm möglich, im DIY-Bereich werden auch 15 cm gesetzt.
Unter die Bodenplatte gehört eine Sauberkeitsschicht aus 5 cm Magerbeton C12/15 (oder traditionell C8/10). Nach DIN 1045-2 ist heute C12/15 die übliche Wahl, weil die Festigkeitsklasse fast preisgleich, aber besser pumpbar und weniger entmischungsanfällig ist. Dieser Magerbeton zählt nicht zur tragenden Bodenplatte und wird hier nicht mitgerechnet – plane ihn separat ein (≈ 0,05 m³ pro m² Plattenfläche). Die Beton-Mischungsverhältnisse für die einzelnen Festigkeitsklassen sind dort hinterlegt.
Überlappungs-Verschnitt
DIN 1045-1 fordert eine Übergreifungslänge von 30 cm bei Standard-Q-Matten in Bodenplatten. Diese Überlappung kostet Mattenfläche: bei einer 5,00 × 2,15 m-Matte gehen pro Stoss ca. 30 × 215 cm bzw. 30 × 500 cm verloren. Der Rechner ermittelt den Verschnittfaktor automatisch aus Mattengeometrie und Überlappung.
Worked Example: EFH 10 × 8 m
Bodenplatte 10 × 8 m Aussenmass, 20 cm dick, Übermass 10 cm pro Seite, C25/30 als Transportbeton, Q257 einlagig, Überlappung 30 cm.
- Bruttofläche: 10,2 × 8,2 = 83,64 m²
- Beton-Volumen: 83,64 × 0,20 = 16,73 m³
- Verschnittfaktor: 10,75 / (4,7 × 1,85) ≈ 1,236
- Mattenfläche brutto: 83,64 × 1,236 = 103,4 m²
- Anzahl Q257-Matten: 103,4 / 10,75 = 9,6 → 10 Stück
- Stahlmasse: 10 × 10,75 × 4,04 = 434 kg (zzgl. ca. +5 % Lieferschein-Aufschlag → ≈ 456 kg bestellen)
Häufige Fehler
- Übermass vergessen – nur die Mauerwerksabmessung wird gerechnet, am Ende fehlen 5–10 % Beton und Matten.
- 30 cm vs. 50 cm Überlappung verwechselt – 50 cm sind nur in besonderen Fällen (kleine Mattengrösse, Verbund) gefordert. 30 cm reichen für Standard-Q-Matten.
- Trockenbetonsäcke bei grossen Mengen – ab ca. 3 m³ ist Transportbeton wirtschaftlicher (1100 Säcke à 40 kg manuell anzumischen ist bauakustisch und körperlich nicht realistisch).
- Sauberkeitsschicht in der Bodenplatte mitgerechnet – Magerbeton zählt separat, sonst ist die statisch tragende Dicke zu klein.
- Q188 1-lagig bei H ≥ 20 cm – meist unterdimensioniert. Q257 oder Q335 prüfen lassen.
- Plattendicke unter 15 cm bei tragender Konstruktion – DIN 1045-1 setzt für tragende Bodenplatten Mindestdicken im Bereich 18–20 cm an. Werte unter 15 cm sind nur für nicht-tragende Sauberkeits- oder Garagen-Estrichvarianten plausibel.
Bauphysikalisch (Wärmeschutz GEG, Estrich-Aufbau) gehört zur Bodenplatte zusätzlich der U-Wert-Rechner Bodenplatte – die Mengen-Bestellung deckt dieser Rechner hier nur statisch und volumetrisch ab.
Hinweis
Dieser Rechner liefert Mengen für Bestellung und Vorkalkulation. Die endgültige Bewehrungswahl, Lagenanzahl und Mattenklasse muss bei tragenden Bauteilen vom Statiker auf Basis von Boden-, Last- und Geometrie-Daten festgelegt werden (DIN EN 1992-1-1 / DIN 1045-1).