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U-Wert-Rechner Bodenplatte gegen Erdreich

Grundriss-Geometrie (B'-Berechnung)

B' = Ag / (0,5 · P) — automatisch.

Beheizte Räume im Erdgeschoss. Außenkante Außenwand. 11×9 m: 2·(11+9) = 40 m.
Ag = 99 m² — Außenkante — P = 40 m (Umfang) B' = 4,95 m Grundriss: Ag + P → B'.
Aktuelles B': 4,95 m. Größeres B' → kleineres fg.

Schichtaufbau (von innen/oben nach außen/unten)

Schicht 1 = Wohnraum-Seite. Letzte Schicht = vor dem Erdreich. Erdreich nicht eingeben — wird durch fg abgegolten.

Erweitert: fg-Modus, Rsi-Override
Bilineare Interpolation in der Tabelle. Bereich 0,15–0,75. EFH-Default: 0,40. DIN EN ISO 6946 abwärts: 0,17. Rse gegen Erdreich = 0.
UBauteil (ohne fg) W/(m²·K)
fg-Korrekturfaktor × (Auto)
Ueff = UBauteil · fg W/(m²·K)
RT: m²K/W RBauteil: m²K/W Gesamtdicke:

GEG 2024 / KfW Status

Bewertet wird Ueff nach DIN V 18599-2 / GEG 2024 Anlage 7.

GEG 2024 (Bestand-Sanierung) Ueff ≤ 0,30
KfW Effizienzhaus 55 Ueff ≤ 0,25
KfW Effizienzhaus 40 Ueff ≤ 0,20
Passivhaus Ueff ≤ 0,15
Querschnitt mit Erdreich + Frostgrenze

Vertikaler Schnitt. Oben Wohnraum, unten Erdreich (Schraffur, Frostgrenze nach DIN 1054 typisch 80 cm).

Wohnraum (innen, warm) — Frostgrenze ~80 cm Erdreich Erdreich-Schraffur deutet fg-Korrektur an.
Schicht-Tabelle
# Material d (mm) λ (W/m·K) R (m²K/W) Anteil

Bodenplatten-U-Wert mit fg-Korrektur

Wärme aus der Bodenplatte fließt nicht in eine Spitzenkälte von −15 °C wie an der Außenwand, sondern in Erdreich mit ganzjährig stabiler Temperatur (8–12 °C in 1 m Tiefe). DIN V 18599-2 / GEG 2024 Anlage 5 berücksichtigt diese Dämpfung mit dem Korrekturfaktor fg: Ueff = UBauteil · fg.

B‘ (charakteristisches Bodenmaß)
B‘ = Ag / (0,5 · P) mit Ag = beheizte Grundfläche, P = Außenumfang (Außenkante Außenwand). Größeres B‘ → kleineres fg.
Rse gegen Erdreich
0 m²K/W (nicht 0,04 wie an der Außenwand) — der äußere Übergang ist komplett im fg abgebildet.
Rsi innen, Wärmestrom abwärts
0,17 m²K/W (DIN EN ISO 6946 Tab. 1), größer als seitlich (0,13), weil Konvektion nach unten reduziert ist.

fg-Tabelle (DIN V 18599-2 Anh. B, Auszug)

B‘ / Rtot 1,0 2,0 3,0 4,0 6,0
4 m 0,61 0,49 0,40 0,34 0,26
6 m 0,56 0,43 0,35 0,29 0,22
10 m 0,47 0,34 0,27 0,22 0,17
14 m 0,40 0,28 0,22 0,18 0,13

Beispiel: KfW-40-Neubau, EFH 11×9 m

  • Ag = 99 m², P = 40 m → B‘ = 99 / 20 = 4,95 m
  • Aufbau: Fliesen 10 + Estrich 60 + Trittschall WLG 040 30 + XPS WLG 030 120 + Stahlbeton 250 mm
  • R-Werte: 0,008 + 0,043 + 0,750 + 4,000 + 0,109 ≈ 4,91 m²K/W
  • RT = 0,17 + 4,91 + 0 = 5,08 → UBauteil ≈ 0,197 W/(m²K)
  • fg(B‘ = 4,95, R ≈ 5,1) ≈ 0,29 → Ueff ≈ 0,057 W/(m²K) (Passivhaus ≤ 0,15 erfüllt)

Wer nur UBauteil = 0,197 abliest, denkt knapp KfW-40 — tatsächlich schluckt das Erdreich rund 70 % der rechnerischen Verluste.

Häufige Fehler

  1. P aus Innenumfang. Maßgeblich ist die Außenkante. Innenumfang ergibt zu kleines B‘ und über-konservatives fg.
  2. Erdreich als Schicht eingerechnet. λErdreich ≈ 1,4–2,0 gehört nicht in den R-Wert — fg ersetzt das implizit.
  3. Magerbeton als Dämmung. 5 cm Sauberkeitsschicht bringen R ≈ 0,025 — thermisch wirkungslos, baulich nötig.
  4. Rse = 0,04 verwendet. Gegen Erdreich gilt 0 — der Außenwand-Wert führt zu einem falschen UBauteil.
  5. Mineralwolle unter der Platte. Verliert unter Last und Feuchte die Dämmwirkung — nur druckfeste Schäume (XPS, Foamglas, PUR/PIR, EPS-DAA).

Verwandt: U-Wert Kellerdecke, U-Wert Außenwand, U-Wert Dach.