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U-Wert-Rechner Kellerdecke

Kellerart

GEG 2024 Anlage 5. Unbeheizter Keller = Standardfall bei Bestandssanierung.
Erweiterte Einstellungen — Rsi / Rse
Standard 0,17 / 0,17 nach DIN EN ISO 6946 Tab. 1 (Wärmestrom abwärts in unbeheizten Raum). Manuell nur bei Sonderfällen ändern.

Schichtaufbau (von oben/Wohnraum nach unten/Keller)

Schicht 1 = Wohnraum-Oberseite (Bodenbelag). Letzte Schicht = Kellerseite (z. B. Putz unter EPS).

U-Wert (Bauteil)W/(m²·K)
Ueff = U · Fx (GEG)W/(m²·K)Fx = 0,5 (unbeheizt)
RT: m²K/WRBauteil: m²K/WGesamtdicke:
Schicht hinzufügen, um Aufbau-Schnitt zu sehen.
Wohnraum (warm)StahlbetonEstrich/PutzDämmungTrittschallBelagKeller (kalt)

GEG 2024 / KfW Status

Bewertung: GEG / KfW 261 prüfen Ueff = U·Fx; KfW-Effizienzhaus prüft U direkt. Bei beheiztem Keller (Fx=0) keine Bewertung.

GEG 2024 Bestand-Sanierung (U·Fx)Ueff ≤ 0,30
KfW 261 Einzelmaßnahme (U·Fx)Ueff ≤ 0,25
KfW Effizienzhaus 55 (U direkt)U ≤ 0,23
KfW Effizienzhaus 40 (U direkt)U ≤ 0,18
Schichtweiser R-Wert-Beitrag (Diagramm + Tabelle)

Welche Schicht trägt am meisten zum Gesamt-R-Wert bei. Höher = mehr Dämmwirkung.

Schicht mit Material + Dicke hinzufügen, um Diagramm zu sehen.
#Materiald (mm)λ (W/m·K)R (m²K/W)Anteil

Korrekturfaktor Fx nach GEG 2024 Anlage 5

Die Kellerdecke grenzt an einen Pufferraum mit Zwischentemperatur (typisch 8–12 °C im unbeheizten Keller statt 0 °C Außenluft). Der berechnete U-Wert wird vor dem Vergleich mit der Bauteilschwelle mit Fx multipliziert.

Anwendungsbereich Fx / fg Quelle
Decke gegen unbeheizten Keller 0,5 GEG 2024 Anlage 5
Decke gegen beheizten Keller (Souterrain) 0 kein Außenbauteil
Decke gegen Erdreich (Hohlraum, Kriechkeller) 0,6 DIN V 4108-6
Außenluft (Vergleich) 1,0

Berechnungsformel

RT = Rsi + Σ djj + Rse  →  U = 1 / RT  →  Ueff = U · Fx

Wärmeübergangswiderstände bei Wärmestrom abwärts in unbeheizten Raum nach DIN EN ISO 6946: Rsi = 0,17 m²K/W (oben) und Rse = 0,17 m²K/W (unten) — nicht 0,04 wie an Außenluft. Das ist der häufigste Fehler in Online-Tools.

Beispielrechnung — 20 cm Stahlbeton + 10 cm Mineralwolle

Bestand: 200 mm Stahlbeton (λ = 2,3), nachträgliche unterseitige Dämmung 100 mm MW WLG 035 (λ = 0,035).

  • RBauteil = 0,20/2,3 + 0,10/0,035 = 0,087 + 2,857 = 2,944 m²K/W
  • RT = 0,17 + 2,944 + 0,17 = 3,284 m²K/W
  • U ≈ 0,304 W/m²K → bei unbeheizt: Ueff = 0,304 · 0,5 ≈ 0,152 W/m²K
  • Status: GEG 2024 erfüllt (≤ 0,30) und KfW 261 förderfähig (≤ 0,25)

Anforderungen GEG 2024 und KfW

GEG 2024 Bestand-Sanierung Kellerdecke (§ 48, Anlage 7)
U · Fx ≤ 0,30 W/m²K
Sanierungspflicht (§ 47)
Bei Eigentümerwechsel innerhalb 2 Jahren nachzurüsten, sofern Bestand U > 0,9 W/m²K (typisch ungedämmt vor 1984)
KfW 261 Einzelmaßnahme BEG WG
U · Fx ≤ 0,25 W/m²K — 15 % Zuschuss + 5 % iSFP-Bonus möglich
KfW Effizienzhaus 55 / 40
U ≤ 0,23 bzw. ≤ 0,18 W/m²K (Bauteilanteil, ohne Fx)

Häufige Fehler in der Praxis

  1. Fx-Korrektur vergessen. Wer im Nachweis nur U statt U·Fx einträgt, rechnet mit doppelt so hohem Wärmeverlust und verfehlt scheinbar 0,30 — obwohl der Aufbau konform ist. BAFA-Antrag wird abgelehnt.
  2. Beheizter Keller mit Fx = 0,5. Bei beheiztem Souterrain gilt Fx = 0 — die Decke ist Innenbauteil, energetisch irrelevant. Dämmung wirkt nur akustisch.
  3. Trittschall WLG 040 als Wärmedämmung gerechnet. 20–30 mm Trittschall liefern R = 0,5–0,75 — viel zu wenig. Echte Wärmedämmung 8–14 cm zusätzlich nötig.
  4. Wärmebrücke am Kellerwand-Anschluss übersehen. Wenn die unterseitige Dämmung nicht 30–50 cm an den aufgehenden Kellerwänden hochgezogen wird, bildet sich eine Schimmel-Risikozone an der Decken-Wand-Ecke im Wohnraum.
  5. Dampfbremse bei oberseitiger Dämmung falsch positioniert. Verschiebt den Taupunkt — bei feuchten Räumen über Keller (Bad, Küche) Tauwassernachweis nach DIN 4108-3 erbringen.