Fugensand-Rechner für Pflaster — kg-Bedarf nach Format und Fugenbreite

Eingabe

Nettoflaeche der verlegten Pflasterdecke (ohne Bordsteine).
6 cm Gehweg, 8 cm PKW befahrbar, 10 cm schwere Last.
Empfohlen 3-5 mm Standard, 5 mm Grossformat, 8-30 mm Polygonal.

Ergebnis

Bedarf je m² Pflaster
Fugenmeter je m²
Fugenvolumen gesamt
Materialmenge (mit Verschnitt)

Materialvergleich (kg gesamt fuer aktuelle Geometrie)

Quarzsand 0/2
Quarzsand 0/1
Brechsand 0/2
Polymermoertel

Polymermoertel-Spalte nutzt den im Spec-Feld eingetragenen Wert (default 8 kg/m²). Bei Sand-Auswahl wird der Spec-Wert ueber 8 kg/m² Default-Spec gerechnet.

Materialkosten (optional)
Quarzsand 0/2 ~6-10 €/Sack, Brechsand ~7-11 €/Sack, polymerer Pflasterfugenmoertel ~25-45 €/Sack 25 kg (DACH 2026). Richtwert ohne Lohn, Bettung, Pflastersteine selbst. Preise je Region und Liefermenge.
Formeln

Fugenmeter pro m² Pflaster (versetzter Verband, Doppel-Zaehlung an Kreuzungen vermieden)

mit l, b in Metern. Beispiel 10 x 20 cm (0,10 x 0,20 m) => 1/0,1 + 1/0,2 = 15 m Fugen pro m².

Fugenvolumen je m²

w und h in m. Beispiel 15 m * 0,004 m * 0,08 m = 0,0048 m³ je m² = 4,8 l Fugenraum.

Sandmasse je m²

Schuettdichte (locker, lufttrocken): Quarzsand 0/2 ~1500 kg/m³, Quarzsand 0/1 ~1450 kg/m³, Brechsand 0/2 ~1600 kg/m³.

Polymer-Spec: Bedarf = Pflaster-Flaeche * Hersteller-Spec * (1 + Verschnitt). Format und Hoehe nicht relevant, Spec ist bereits kg/m² Pflaster.

Der Bedarf an Fugensand variiert stark — je kleiner das Pflasterformat, desto mehr laufende Fugenmeter pro m². Mosaikpflaster 10×10 cm liefert ~20 m Fugen je m², Großformat 30×60 cm nur ~5 m — bei gleicher Fugenbreite und Pflasterhöhe ein 4-facher Unterschied im Sandbedarf.

Pflasterformate, übliche Fugenbreiten und passendes Material

Format (cm) Fugenbreite Pflasterhöhe (typ.) Empfohlenes Material
10×10 Mosaik 3 mm 6 cm Quarzsand 0/2 oder Brechsand 0/2
10×20 Standard 3–5 mm 6–8 cm Quarzsand 0/2
20×20 Quadrat 3–5 mm 8 cm Quarzsand 0/2
20×30 4–5 mm 8 cm Quarzsand 0/2
30×40 Großformat 5 mm 8–10 cm Quarzsand 0/2 oder Polymermörtel
30×60 Großformat XL 5 mm 10 cm Polymermörtel (Wegrutschen verhindern)
Polygonalplatten 8–30 mm 3–4 cm Polymermörtel zwingend

DIN 18318: Pflastersteine bis 10 cm Nennmaß — Fugenbreite 3–5 mm, über 10 cm — 5–8 mm. Naturstein- und Polygonalplatten konstruktionsbedingt darüber. Pflasterstein-Bedarf (Stückzahl/Bettung/Gewicht) separat → Pflastersteine-Rechner.

Quarzsand vs. polymerer Pflasterfugenmörtel

Quarzsand 0/2 (Standard, ~1500 kg/m³)
Günstig (~6–10 €/Sack à 25 kg), unkompliziert trocken einzufegen. Nachteil: wird durch Regen, Hochdruckreiniger und Ameisen ausgespült und muss alle 2–4 Jahre nachgefegt werden.
Quarzsand 0/1 (feiner, ~1450 kg/m³)
Für enge Fugen unter 3 mm — Korn 0/2 blockiert dort an der Oberfläche und füllt die Fuge nicht.
Brechsand 0/2 (1400–1600 kg/m³ je Feuchte/Verdichtung)
Gebrochenes Korn verzahnt sich besser als Rundkorn-Quarzsand, geringeres Auswaschen. Rechner nutzt 1600 kg/m³ (oberer Praxiswert) — bei lockerem Material real bis ~12 % weniger.
Polymerer Pflasterfugenmörtel (~25–45 €/Sack 25 kg)
1- oder 2-komponentiger Mörtel, der nach dem Einschlämmen mit Wasser aushärtet. Verhindert Unkraut, Ameisennester und Auswaschung weitgehend. Nachteil: 3–5× teurer, wetterabhängig (ab 8 °C, 24 h kein Regen), bleibt elastisch — bei Frost-Tau dennoch Risse möglich.

Häufige Fehler in der Praxis

  • Falsche Körnung für die Fugenbreite — Quarzsand 0/2 bleibt in 2-mm-Fugen oben hängen und füllt die Fuge nur scheinbar. Faustregel: Korngröße ≤ ⅓ der Fugenbreite. Für Fugen ≤ 3 mm Quarzsand 0/1.
  • Sand zu nass eingefegt — Sand muss trocken eingefegt werden, sonst füllt er die Fuge nicht und bildet eine harte Brücke an der Oberfläche. Erst nach mehrfachem Einkehren mit feinem Sprühnebel benetzen.
  • Polymermörtel auf nasses Pflaster — Pflaster muss oberflächentrocken sein, sonst Schleier und unvollständiger Abbinden. Direkte Sonneneinstrahlung verkürzt zudem die Topfzeit drastisch.
  • Pflasterhöhe ignoriert — viele andere Rechner geben pauschal 3 kg/m² aus. Bei 6 cm Pflaster stimmt das ungefähr für 4 mm Fuge, bei 10 cm Pflaster braucht man ~67 % mehr Sand pro m². Für Stückzahl und Bettung siehe Pflastersteine-Rechner.
  • Verschnitt zu niedrig angesetzt — 5 % reichen bei großflächigen Terrassen mit wenigen Anschnitten; bei vielen Randanpassungen, Bordsteinanschluss und Polygonalflächen 10–15 % einkalkulieren.
  • Polygonalplatten unterschätzt — das Preset nutzt ~30 cm Äquivalent; reale Verlegung erzeugt 1,5–2× mehr Fugenmeter pro m². Ergebnis als Schätzwert.

Berechnungsgrundlage

Fugenmeter pro m² Pflaster (rechteckige Verbände, ohne Doppelzählung an Kreuzungen): L_fuge = 1/l + 1/b mit l, b in Metern. Fugenvolumen je m² = L_fuge × Fugenbreite × Pflasterhöhe, Sandmasse = Volumen × Schüttdichte. Im Polymer-Modus wird stattdessen die Hersteller-Spec (kg/m² Pflaster) übernommen — Format und Höhe sind dort bereits eingerechnet.