Pflastersteine-Rechner — Bedarf, Bettung, Fugenfüllung

Stückzahl Pflastersteine je Format, Bettungsvolumen aus Splitt oder Brechsand und kg Fugensand inklusive Verschnitt-Aufschlag nach Verlegemuster.

1. Fläche

Fläche: — m²

2. Pflastersteinformat

Höhe ≥8 cm für PKW-Befahrung, ≥10 cm für gelegentliche LKW-Last.

3. Verlegemuster

Auto-gesetzt nach Muster, manuell anpassbar (3–15 % typisch, 12–15 % bei Diagonalmustern).

4. Pflasterbett

3–5 cm typisch (verdichtet). <3 cm: Bruchgefahr. >5 cm: Sackungsrisiko.

5. Fugenfüllung

3 mm Standard-Norm; 5 mm bei Naturstein; 8–15 mm bei Großformat.

Ergebnis

Pflastersteine
Bettung — Volumen
Bettung — Tonnage
Fugenfüllung
Fugen-Säcke (25 kg)
Verschnitt-Tabelle nach Verlegemuster
MusterVerschnitt-DefaultGeometrie
Reihenverband5 %parallel zur Kante
Blockverband5 %quadratisch, gleichmäßig
Halbverband7 %versetzt um halbe Steinlänge
Fischgrät 45°12 %diagonal — Diagonalschnitt frisst Material
Fischgrät 90°8 %parallel — weniger Verschnitt
Kreis / Bogen15 %Segmentschnitt — viel Abfall

Die hier verwendeten Defaults sind Erfahrungswerte aus DIN 18318-Praxis; für komplexe Grundrisse mit vielen Anschlüssen 2–3 % addieren.

Kostenschätzung (optional)

Reine Materialschätzung — Lohnkosten variieren regional zu stark. DACH-Marktpreise 2026 als Anhaltspunkt.

Pflastersteine— €
Bettung— €
Fugenfüllung— €
Material gesamt (brutto, inkl. 19 % MwSt.)— €

Schüttdichten der Bettungs- und Fugenmaterialien

Die Tonnage ergibt sich aus Volumen × Schüttdichte. Realistische DACH-Werte:

Material Schüttdichte Einsatz
Splitt 2/5 mm 1450 kg/m³ Standard ungebundenes Pflasterbett, Gehweg + PKW-Hof
Splitt 1/3 mm 1500 kg/m³ feines Bett für kleinformatiges Pflaster
Brechsand 0/5 mm 1700 kg/m³ verdichtbares Bett, befahrene Hofzufahrt
Quarzsand 0,1/0,5 1500 kg/m³ Standard-Fugenfüllung Gehwege
Brechsand 0/2 mm 1750 kg/m³ gebundene Optik, hellere Farben
Pflasterfugenmörtel 1K 1800 kg/m³ Profi-Fuge, befahrene Flächen

Verschnitt nach Verlegemuster

Wer das Verlegemuster im Vorfeld festlegt, kann den Materialaufschlag realistisch budgetieren statt pauschal 10 % zu rechnen:

  • Reihen- und Blockverband — 5 %. Schnitte nur am Rand, ein Säge-Steig pro Achse.
  • Halbverband — 7 %. Versatz um halbe Steinlänge, jeweils Anschnitt am Streifenrand.
  • Fischgrät 90° — 8 %. Steine treffen die Kante senkrecht, gerade Anschnitte.
  • Fischgrät 45° — 12 %. Diagonalschnitte am Rand erzeugen viele unbrauchbare Spitzen.
  • Kreis und Bogensegment — 15 %. Segmentschnitte verschwenden ganze Reihen.

Bei vielen Anschlüssen — Schächten, Lichtschächten, Rabatten — addieren Sie 2–3 Prozentpunkte auf den Default.

Häufige Fehler bei der Materialermittlung

Bettung unter 3 cm
Bettungsschicht weniger als 3 cm verdichtet bricht unter PKW-Last. Üblich sind 3–5 cm verdichtet — der Rechner warnt unterhalb dieser Grenze.
Quarzsand-Fuge auf Hofzufahrt
Loser Quarzsand wäscht bei Starkregen aus den Fugen — Steine wackeln, Pumpwirkung beginnt. Auf befahrenen Flächen Brechsand 0/2 oder Pflasterfugenmörtel verwenden.
Brechsand-Fuge auf Gehweg ohne Gefälle
Brechsand verfestigt bei Regen und kann eine geschlossene Wasserlage bilden — Pfützen statt Versickerung. Auf reinen Gehwegen Quarzsand bevorzugen oder mit min. 2 % Quergefälle planen.
Pflastersteine ohne Tragschicht
Der Rechner deckt Bettung + Pflaster + Fuge ab — die Schotter-Tragschicht (Frostschutzschicht 30–40 cm bei befahrenen Flächen, 15–20 cm beim Gehweg) ist ein separater Posten und muss gesondert geplant werden.
Verschnitt pauschal 10 %
Bei Reihenverband überdimensioniert, bei Fischgrät 45° unterdimensioniert. Mustergerecht rechnen statt pauschal.

Beispiel — 30 m² Hofzufahrt im Halbverband

10 × 20 × 8 cm Beton-Pflaster, Halbverband, 4 cm Splittbett 2/5 mm, 3 mm Quarzsand-Fuge:

  • Fläche 30 m² × Verschnitt-Faktor 1,07 / Stein-Fläche 0,02 m² = 1605 Pflastersteine
  • 30 m² × 0,04 m × 1450 kg/m³ = 1,2 m³ ≈ 1,74 t Splitt 2/5
  • 30 m² × 0,003 m × (1/0,1 + 1/0,2) × 0,08 m × 1500 kg/m³ = 162 kg Quarzsand ≈ 7 Säcke à 25 kg

Der DIN 18318 (Pflasterdecken aus Beton- und Natursteinpflaster) verweist als technische Bezugsnorm — die hier verwendeten Defaults orientieren sich an typischen Praxiswerten der Norm, ersetzen aber keine Ausführungsplanung für tragende Außenflächen.