Zementestrich-Rechner (CT) nach DIN 18560 / DIN EN 13813

Eingabe

Nettoflaeche der Estrichlage (ohne Wandflaechen).
Mindestdicke nach DIN 18560: 35 mm Verbund, 45 mm Schwimmestrich (CT-C25).

Ergebnis

Volumen
Zementbedarf
Zementsaecke (25 kg)
Sand 0/8
Anmachwasser
Belegreife (Faustregel)

Materialaufteilung (kg)

Zement
Sand
Wasser
Materialkosten (optional)
Richtwert ohne Lohn, Daemmung, Randstreifen, Bewehrungsmatten. Preise variieren je Region und Liefermenge.
Formeln

Volumen

Belegreife (Faustregel zu DIN 18560)

Bei Fussbodenheizung verlaengert sich die rechnerische Belegreife um 50 % (Aufheizprogramm und Restfeuchte-Messung beachten).

Anmachwasser ueber Wasserzementwert

Praxiswerte je Festigkeitsklasse: w/z = 0,55 (C20), 0,50 (C25 / C30), 0,45 (C35).

Mischrezepte je Festigkeitsklasse
KlasseZement [kg/m³]w/zWasser [l/m³]Sand 0/8 [kg/m³]
CT-C20-F43200,55176~ 1850
CT-C25-F43400,50170~ 1850
CT-C30-F53600,50180~ 1840
CT-C35-F53800,45171~ 1820

Werte als Anhalt fuer Mischrechnungen. Bauseitig massgebend ist das Pruefzeugnis bzw. die Werks-Mischanweisung.

Zementestrich (CT) — was den Materialbedarf wirklich bestimmt

Der Bedarf ergibt sich aus Fläche × Dicke × Frischmörtel-Dichte (~2,0 t/m³). Was die Rechnung gegenüber Anhydrit (CA/CAF) und Trockenestrich verschiebt: Mischverhältnis, Wasserzementwert und Mindestdicke pro Verlegeart.

Mischverhältnis und w/z-Wert nach DIN EN 13813

Klasse Verhältnis Z:S w/z Anwendung
CT-C20-F4 1 : 5 0,55 Wohnbereich, leichte Last
CT-C25-F4 1 : 4,5 0,50 Wohn- und Bürobau (Standard)
CT-C30-F5 1 : 4 0,50 höhere Beanspruchung, FBH
CT-C35-F5 1 : 3,5 0,45 Industrie- und Gewerbeflächen

Anders als CAF (Calciumsulfat-Fließestrich) verträgt CT höhere Wasseranteile in der Verarbeitung — die Trocknung dauert dafür deutlich länger.

Mindestdicken pro Verlegeart (DIN 18560)

Verbundestrich (haftend)
≥ 25 mm Rohbeton vorbehandelt; bei höheren Festigkeitsklassen ≥ 35 mm
Estrich auf Trennlage (PE-Folie)
≥ 35 mm
Schwimmestrich auf Dämmung
≥ 45 mm bei CT-C25-F4
Schwimmestrich mit Fußbodenheizung
≥ 45 mm über dem Heizrohr — bei 16 mm Rohr also 65 mm Gesamtdicke (anders als CAF, das nur 35 mm über Rohr braucht)

Restfeuchte und Belegreife

Vor dem Belag verlangt der Verleger die CM-Messung. Grenzwerte CT: ≤ 2,0 CM-% ohne FBH, ≤ 1,8 CM-% mit FBH. Das ist höher als bei CAF (≤ 0,5 % bzw. 0,3 %) — aber CT trocknet auch viel langsamer: rund 1 cm Schichtdicke pro Woche ab 4 cm Mindestaufenthalt. Ein 6-cm-Schwimmestrich braucht real etwa 7–8 Wochen bis zur Belegreife, mit FBH plus 50 % Aufheizprogramm.

Rechenbeispiel: Bad 6 m², 6 cm Verbundestrich

Volumen 0,36 m³ × 2,0 t/m³ = 0,72 t Frischmörtel. Bei CT-C20-F4 (1:5):

  • Zement: 0,72 t × (1/6) = 0,12 t = 120 kg ≈ 5 Sack à 25 kg
  • Sand 0/8: 0,72 t × (5/6) = 0,60 t ≈ 0,28 m³ Schüttgut
  • Anmachwasser: 120 kg × 0,55 = 66 l

Häufige Fehler

  • Trocknungszeit unterschätzt: Faustregel „1 cm/Woche“ wird oft auf den ganzen Querschnitt angewandt — gilt aber erst nach 4 cm Grundtrocknung.
  • w/z > 0,55: mehr Wasser für „bessere Verarbeitung“ → Schwindrisse und Kantenabrieb.
  • Außenbereich falsch eingeordnet: CT ist im Außenbereich (Balkon, Terrasse, Garage) zugelassen — CAF nicht. Wer Anhydrit dort einbaut, riskiert Frost-Tausalz-Schäden.
  • Mindestdicke FBH: die 45 mm gelten über dem Heizrohr, nicht ab Dämmung — Aufbau immer in zwei Lagen rechnen.