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kN/m² in kg/m² umrechnen — Flächenlast (kgf/m²)

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1.019,72
kgf/m²
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    Zusammenhang zwischen kN/m² und kgf/m²

    Kilonewton pro Quadratmeter (kN/m²) entspricht 1 kPa und ist die Standardeinheit nach Eurocode. Kilogramm-Kraft pro Quadratmeter (kgf/m²) ist die ältere technische Einheit. Umrechnungsfaktor: 1 kN/m² ≈ 101,97 kgf/m². Der genaue Faktor ergibt sich aus der Erdbeschleunigung: g = 9,80665 m/s², damit ist 1 kN = 1000/9,80665 kgf ≈ 101,972 kgf.

    Umrechnungstabelle

    kN/m²kgf/m²
    0,5 kN/m²50,99 kgf/m²
    1 kN/m²101,97 kgf/m²
    2 kN/m²203,94 kgf/m²
    5 kN/m²509,86 kgf/m²
    10 kN/m²1.019,72 kgf/m²
    20 kN/m²2.039,43 kgf/m²
    50 kN/m²5.098,58 kgf/m²

    Rechenbeispiel

    Schneelast 1,5 kN/m² (typisch für Norddeutschland nach DIN EN 1991-1-3):
    1,5 × 101,972 = 152,96 kgf/m².
    Dieser Wert taucht in älteren Statikberechnungen und technischen Merkblättern auf, die noch mit kgf/m² arbeiten.

    Anwendungen im Bauwesen

    In der deutschen Baunormung (DIN EN / Eurocode) werden Flächenlasten ausschließlich in kN/m² angegeben: Nutzlasten nach DIN EN 1991-1-1, Schneelasten nach DIN EN 1991-1-3, Windlasten nach DIN EN 1991-1-4. Ältere Unterlagen, Bestandspläne und Herstellerdatenblätter verwenden dagegen häufig noch kgf/m². Der Umrechner hilft, beide Normenwelten zu verbinden. Siehe auch kN/m³ ↔ kgf/m³ für Wichten von Baustoffen.

    Häufige Fragen

    Was ist der Unterschied zwischen kN/m² und kPa?

    Die Einheiten sind identisch: 1 kN/m² = 1 kPa (Kilopascal). Pascal ist die SI-Einheit für Druck (1 Pa = 1 N/m²), Kilopascal ist das 1000-fache. In der Tragwerksplanung wird kN/m² bevorzugt, um den Charakter als Flächenlast zu betonen; in der Bodenmechanik und Strömungslehre ist kPa üblicher.

    Welche Schneelast gilt in Deutschland?

    Die charakteristischen Schneelasten für Deutschland sind in DIN EN 1991-1-3 mit dem zugehörigen Nationalen Anhang geregelt. Je nach Schneelastzone und Höhenlage liegen die Bodenschneelast-Werte zwischen 0,65 kN/m² (Zone 1) und über 3,0 kN/m² in alpinen Regionen. Auf geneigten Dächern wird die Schneelast mit einem Formbeiwert abgemindert.

    Wie hoch sind typische Windlasten in kN/m²?

    Nach DIN EN 1991-1-4 berechnet sich der Böendruck aus der Windgeschwindigkeit. In den deutschen Windzonen reicht der charakteristische Staudruck qb von 0,32 kN/m² (Zone I) bis 0,39 kN/m² (Zone IV, Küste). Der tatsächliche Winddruck auf eine Fassade hängt zusätzlich von Aerodynamikbeiwerten und der Gebäudehöhe ab.

    Was bedeutet kN/m² = kPa in der Praxis?

    Da 1 kN/m² = 1 kPa gilt, können Druckangaben aus Bodengutachten (oft in kPa) direkt als Flächenlasten übernommen werden. Ein zulässiger Sohldruckwert von 200 kPa entspricht genau 200 kN/m² oder umgerechnet 20.394 kgf/m². Das vereinfacht die Kommunikation zwischen Geotechnikern und Tragwerksplanern.

    Welche Normen verwenden kgf/m² noch?

    Aktuelle deutsche und europäische Normen (DIN EN-Reihe, Eurocode) verwenden ausschließlich SI-Einheiten, also kN/m². Das kgf/m² findet sich noch in: älteren DIN-Normen vor der Eurocode-Einführung (vor ca. 1995), internationalen Dokumenten aus Ländern ohne SI-Pflicht, Herstellerangaben älterer Maschinen und Lagertechnik sowie bei der Umrechnung historischer Bestandspläne.